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"Silvester in der Milchbar"

Erinnerungen einer Schweizer Schauspielerin an die DDR und ein großes Abenteuer
erschienen 2012, Vergangenheitsverlag Berlin
Umfang: 200 S.
Format: 11,5 x 17 cm
Ausstattung: Klappenbroschur
Abb.: 20
ISBN: 978-3-86408-062-3
Preis Euro 18.90


In diesem Buch erzähle ich unteranderem von einem unliebsamen Kontakt mit der Stasi, der DDR-Staatssicherheit. Damals versuchte man mich als Spitzel zu gewinnen. Mit bewusst naivem Verhalten schlug ich die Stasi-Beamten quasi in die Flucht. Ich machte auch Bekanntschaft mit überzeugten Kommunisten, mit kirchlichen Dissidenten und etlichen Menschen aus anderen Ländern. Viele Kontakte von damals bestehen bis heute.

In diesen Tagen stelle ich fest, dass viele meiner Freundinnen und Bekannten, die damals für den sogenannten „menschlichen Sozialismus“ eintraten, heute unpolitisch und desillusioniert sind. Dass gerade in Ostdeutschland viele Menschen gegen Flüchtlinge und Fremde demonstrieren oder sogar randalieren, befremdet mich zutiefst. Es überrascht mich aber auch nicht völlig: Die Haltung „Jetzt, wo es uns nach all den Jahren in der DDR endlich besser geht, sollen wir Flüchtlinge aufnehmen?“ ist weit verbreitet.

Meine Motivation zu diesem Buch? Da es den DDR-Staat heute nicht mehr gibt, wollte ich ihn in diesem Buch aufleben lassen und zeigen, dass man im real-existierenden Sozialismus nicht nur unglücklich war und jeden Tag darunter litt, dass man nicht reisen konnte. Es gab im sozialen und kulturellen Bereich viel Positives, von dem wir in der freien, kapitalistischen Gesellschaft nur träumen können. Geld war unwichtig. Alle hatten genug zum Leben. Jeder einzelne Mensch wurde gebraucht, geschätzt. Es gab keine Arbeitslosen, keine Obdachlosen, keine Drogen, keine Kriegsspielzeuge, keine Pornographie und nur wenig Autos. Die Menschen hatten kein Telefon, keinen Computer, kein Handy, manchmal auch keinen Westempfang beim Fernseher. Trotzdem war das Leben nicht langweilig. Die Menschen sprachen miteinander, sie besuchten sich gegenseitig und alle hielten zusammen, im inneren Widerstand gegen die Staatsmacht.

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